Mathias Volkart übernimmt die Leitung der Melibokusschule

Datum: 
Donnerstag, 1. Oktober 2015

Rechtzeitig vor Schuljahresbeginn wurde Mathias Volkart an der Alsbacher Melibokusschule als Nachfolger der 2013 vorzeitig aus ihrem Amt geschiedenen Doris Föhr mit der Schulleitung beauftragt.
Mathias Volkart, der bereits seit 2005 stellvertretender Schulleiter war, kennt die Alsbacher Gesamtschule sozusagen von der Pieke auf. Vor 23 Jahren trat er seine erste Stelle als Gymnasiallehrer für Englisch und Deutsch hier an und übernahm sofort die Klassenführung einer fünften Förderstufenklasse. „Wahrscheinlich wird die Melibokusschule auch meine einzige Schule bleiben“, lacht der 57-jährige Volkart, der sich um die Nachfolge von Doris Föhr beworben hatte. Nachdem vor etwa einem Jahr das Schulamt eine Neuausschreibung der Stelle vorgenommen hatte, leitete Gerhard Neeb die Schule kommissarisch.
„Ich freue mich sehr, dass jetzt Klarheit herrscht und ich die Verantwortung übernehmen darf“, stellt Volkart fest. Er möchte bei seiner weiteren Arbeit den Vorteil nutzen, dass er seine Schule und die Menschen gut kennt. „Ich habe die Entwicklung der Schule in fast einem Vierteljahrhundert verfolgt und mit vorangetrieben und bin mit den allermeisten darüber einig, was eine gute Schule ausmacht“, so Volkart. „Ein entscheidendes Merkmal ist, dass alle Schüler und Lehrkräfte gerne hierher kommen, weil sie hier miteinander erfolgreich agieren können“, stellt Volkart fest. Die Schule sei auf einem guten Weg, der gemeinsam fortgesetzt werden sollte.
„Das Kollegium und das Schulleitungsteam haben mich in den zurückliegenden beiden Jahren stark unterstützt und mir viel Rückhalt gegeben“, sagt er. Die Veränderungen an der Schule waren zuletzt signifikant. Das Hauptgebäude wurde grundlegend saniert.
Wechsel von G 9 zu G 8 und wieder zurück
Gleichzeitig wechselte die Schule von G 9 zunächst zu G 8 und wieder zu G 9 zurück, so dass es inzwischen hier wieder zehnte gymnasiale Klassen gibt. Außerdem führte sie verbundenen Haupt- und Realschulklassen ein und entwickelt sich hin zur Ganztagsschule mit zwei Ganztagsklassen im 5. und 6. Schuljahr, in denen nach einem besonderen pädagogischen Konzept gearbeitet wird mit der Integration der Hausaufgaben in den Unterricht.
Für seine Arbeit in der nächsten Zeit stehe vor allem im Vordergrund, die begonnenen Projekte fortzuführen und die Schule für die Herausforderungen noch besser aufzustellen. Einen Schwerpunkt bilden in zunehmenden Maß Inklusion und Integration von Schülern mit individuell sehr unterschiedlichem Lern- und Betreuungsbedürfnissen. Derzeit besteht an der Melibokusschule eine Intensivklasse für Schüler ohne Deutschkenntnisse. Eigentlich gebe es schon Bedarf für eine zweite, aber ihre Einrichtung sei derzeit aus Platzmangel nicht möglich, sodass erst die Aufstellung eines Containers abgewartet werden muss. Die Schüler dieser Klasse besuchen 22 Stunden pro Woche gemeinsam ihren Unterricht, um die deutsche Sprache schnell zu erlernen, die übrigen Wochenstunden besuchen sie in Klassen ihrer Jahrgangsstufen andere Fächer wie Englisch, Sport oder auch Mathematik.
Nachdem sie einige Jahre lang abnehmende Schülerzahlen verzeichnete, brachte die frühe Rückkehr zu G 9 der Melibokusschule wieder eine Zunahme an Schülern. Mit jetzt 730 jungen Leuten in den Klassen zwischen Schuljahrgang fünf und zehn sei die Schule aber an der Obergrenze angekommen, meint Volkart. „Wir wollen daher auch nicht weiter wachsen, denn diese Zahl passt genau zu unserem Schulprofil als überschaubare Schule mit kurzen Wegen, direkten Kontakten und einer guten Verkehrsanbindung, auch zu unserer Verbundschule, dem Schuldorf Bergstraße, das in der Regel die Gymnasiasten in der Oberstufe besuchen“, macht er deutlich.
Nachdem auch andere Schulen wieder zu G 9 zurück gekehrt sind, müsse sie unbedingt ihr Profil weiter schärfen. „Wir müssen dabei darauf achten, dass wir unsere familiäre Atmosphäre erhalten, die die Schulgemeinde so schätzt,“ gibt Mathias Volkart als Perspektive für die Zukunft aus.

(Darmstädter Echo / ste)

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